Unsere Austauschschulen im Ausland (Columbia und Polanow)
Schüleraustausch mit den USA (Columbia)
Schulpartnerschaften leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Schulqualität.
Intensive Kontakte zu Jugendlichen in anderen Ländern tragen zur allgemeine Verbesserung des Schulklimas bei und fördern eine wachsende Akzeptanz für das "Fremde", Offenheit und Toleranz. Die Verfolgung gemeinsamer Ziele und die Einbeziehung aller an Schule Beteiligten lassen die Partner enger zusammenwachsen.
Unsere, absichtlich nach Ost und West ausgerichteten, Schulpartnerschaften befördern die Herausbildung von Traditionen und wirken sich positiv auf viele Bereiche des schulischen Lebens aus. Sie prägen u.a. das Profil der Schule, verbessern Lern- und Arbeitsklima, die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler und auch das Verhältnis von Lehrer und Schüler.
Die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler (Selbständigkeit, Zielstrebigkeit, Verantwortungsgefühl, Selbstbewusstsein, Team- und Kritikfähigkeit, konstruktives Problem- und Konfliktlöseverhalten) und damit perspektivisch Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt werden durch diese Schulpartnerschaften gefördert. Der Aufenthalt im Gastland ist selbstverständlich auch Motivation zum Erlernen der Sprache dieses Landes. Nicht selten entstehen dauerhafte Beziehungen zwischen den Beteiligten (z.B. persönliche Briefpartnerschaften und Freundschaften zwischen Schülern, Lehrkräften und Eltern bzw. Familien).
Oftmals sind über die Schulpartnerschaften geknüpfte Kontakte und gewonnene Freundschaften die Basis für längerfristige Aufenthalte in den jeweiligen Ländern, wie Schulbesuche, Studienaufenthalte u.ä..
Schüleraustausch mit Polen (Polanow)
Ein Jahrzehnt der Verständigung und Freundschaft - Mit Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden Grundstein für Stabilisierung der Verschwisterung gelegt
Acht Jahre nach dem Besuch einer offiziellen Delegation aus Gedern in Polanów, im Frühjahr 2000, waren vergangen, als 2008 eine weitere Begegnung in Polanów stattgefunden hat, mit der ein neues Kapitel der Freundschaft zwischen Bürgerinnen und Bürgern der polnischen Kleinstadt Polanow und Gedern aufgeschlagen wurde. Die Rede ist vom eher privaten Besuch des damaligen Schulleiters der Gesamtschule Gedern, Walter Scheibner, in der inzwischen offiziellen polnischen Partnerstadt Gederns.
Scheibner war es auch, der nach seinem „Urlaub“ in Polanów mit der Überzeugung „jawohl, das passt zusammen“ wieder nach Deutschland kam. Nur wenige Monate später fand in Gedern „bei Kaffee und Erdbeerkuchen“ das erste offizielle gemeinsame Gespräch zwischen den Vereinsvertretern Wolfgang Kunert und Reinhold Landmann sowie dem damaligen Schuldezernenten in Polanów, Dariusz Kalinowski, der Leiterin des damaligen Gymnasiums in Polanów, Aleksandra Kalinowska und dem Leiter der Gesamtschule Gedern, Walter Scheibner, statt. Ziel dieses ersten Treffens waren die Vorbereitungen des ersten Schüleraustausches in Polanów. Dieser fand 2009 in der Zeit vom 11. Bis 13. Juni statt. Dieser Besuch war der Beginn einer bis zum heutigen Tag im Mai 2018 zehnjährigen dauerhaften Freundschaft auf der Ebene der Kinder.
Bereits zwei Jahre später besiegelten die beiden Schulleiter diese Freundschaft mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden beider Schulen. Der dazugehörende feierliche Akt in der Sporthalle des Gymnasiums bildete einen wirklich angemessenen Rahmen für die Grundsteinlegung einer dauerhaften Freundschaft. Dies wurde auch durch die Vertreter beider Kommunen in ihren Redebeiträgen unterstrichen.
Zuvor hatte Schulleiterin Aleksandra Kalinowska, in Personalunion Vorsitzende des Verschwisterungsvereins Polanow-Gedern, vor einem Banner mit dem Aufdruck „Die Freundschaft kennt keine Grenzen“ die Gäste aus Gedern sowie eine ganze Reihe lokaler Würdenträger begrüßt. „Wir Erwachsenen, die Lehrer, Verschwisterungsvereinsmitglieder und die Eltern, erkennen es immer wieder, wie wichtig die Werte Freundschaft, Vertrauen und friedliches Zusammenleben sind. Mit dieser Partnerschaftserklärung hoffen wir, dass dieses Werk von diesen Jugendlichen und neuen Generationen fortgesetzt wird.“ Kalinowska nannte die Schulpartnerschaft einen „wichtigen Schritt, die Solidarität zwischen den Menschen aus Gedern und Polanow, aus Deutschland und Polen zu stärken und zu fördern“. Grzegorz Lipski, Bürgermeister von Polanow, gratulierte den Schulen auch im Namen des Parlamentes. „Die Schüler sind unsere Zukunft. Ich wünsche ihnen und uns, dass diese Partnerschaft immer lebendiger, kräftiger und schöner wird.“ Der damalige Gederner Stadtrat Klaus Bechtold, appellierte an die Schüler, das fortzusetzen, „Was wir begonnen haben“. Es sei eine schöne Vision, die Freundschaft zwischen zwei Völkern auszubauen.
Dieser Ausbau findet seit Beginn des Schüleraustausches alljährlich mit wechselnden Besuchen statt. Inzwischen unzählige Bilder von diesen Treffen dokumentieren, wie freundschaftlich und auch persönlich die Schüler aufeinander zugehen. Und das, obwohl einige politische gesteuerte Veränderungen in unserem Nachbarland bei den Jugendlichen keine Spuren hinterlassen. Auch hier zeigen zahlreiche Bilder gerade bei sportlichen Begegnungen ein klares Bild der Freundschaft und der Verständigung sowie das Miteinander. Auch wenn die jeweilige Sprache durchaus das eine oder das andere Mal zu einem Stolperstein wird.
Nach mehr als einem Jahrzehnt seit dem ersten offiziellen Besuch Gederner Schüler in ihrer heutigen Partnerschule in Polanów kann das Fazit gezogen werden: Was einst als zartes Pflänzchen mit einem eher privaten Besuch begann, wurde inzwischen zu einem stattlichen Projekt. Diese Freundschaft und Partnerschaft in Zusammenarbeit mit dem Gederner Verschwisterungsverein Gedern-Polanów gilt es nicht nur fortzuführen, sondern auch zu festigen - so sind sich alle Beteiligte einig.